Ganzkörper MRT Checkup

Hier finden Sie alle Informationen zum Thema Ganzkörper-Checkup inklusive Ganzkörper MRT.

Screening mittels Ganzkörper MRT

In Deutschland gibt es mehr und mehr Einrichtungen, die einen Ganzkörper Checkup als Screening anbieten. Gedacht ist dieses für Menschen, die sich gesund fühlen und subjektiv beschwerdefrei sind. Diese Menschen können sich von Ärzten untersuchen lassen um zu überprüfen, ob bei ihnen eine Erkrankung vorliegt, von der sie noch nichts wissen. Man erhofft sich hierbei zum Beispiel Tumorerkrankungen, die lange keine Beschwerden machen können, in einem frühen Stadium zu erkennen. Je später eine Krebserkrankung entdeckt wird, desto schlechter ist die Prognose. Ein anderes Beispiel wären Gefäßerkrankungen, welche sich in der Regel gut mittels MRT darstellen lassen.

Kombination mit internistischen Untersuchungen

Optimal wäre es natürlich, wenn man mittels einer Untersuchungsmethode sämtliche Erkrankungen auf einmal erkennen könnte. Dies ist aber in der Realität nicht der Fall. Daher werden im Rahmen eines “Checkups” verschiedene Untersuchungen kombiniert, um möglichst viele und die wichtigsten Erkrankungen erkennen zu können. Mittels eines MRT kann man beispielsweise nicht feststellen, ob ein Mensch an Bluthochdruck leidet. Mittels einer Blutdruckmessung kann man beispielsweise nicht feststellen, ob eine Tumorerkrankung vorliegt. Sinnvoll ist es daher, verschiedene Untersuchungen zu einem Gesundheitscheckup zu kombinieren. Wichtig ist hierbei auch, dass durch die Untersuchungen selber dem Patienten kein Schaden entsteht. Daher wird von Ganzkörper CTs in der Regel abgesehen, da diese eine Strahlenbelastung mit sich bringen. Den Risiken und Nutzen einer CT-Untersuchung haben wir einen eigenen Artikel gewidmet.

Typische Bestandteile eines Ganzkörper Checkups

  • Ganzkörper MRT
  • Ganzkörper MRT mit Darstellung der Gefäße
  • Laboruntersuchungen
  • EKG
  • Ganzkörperplethysmographie zur Testung der Lungenfunktion
  • Ultraschall (Herz, Halsgefäße, Schilddrüse, Bauch)
  • Augenhintergrundmessung

Übrigens: Allgemeine Informationen über das MRT finden Sie auf unserer Seite: MRT-Guide.

Was kann man in einem Ganzkörper MRT Screening finden?

Werden in einem Ganzkörper-MRT Auffälligkeiten gefunden, so lassen sich diese je nach ihrer Konsequenz in verschiedene Kategorien einteilen.

  • Kategorie I: Auffälligkeiten, die malignomsuspekt sind. D.h. bei diesen Läsionen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen bösartigen Befund wie zum Beispiel eine Krebserkrankung handelt.
  • Kategorie II: Auffälligkeiten, die weitere Untersuchungen oder eine Verlaufskontrolle erforderlich machen. Ein Beispiel wäre ein wahrscheinlich gutartiger Herd der Leber, der mittels einer weiteren Untersuchung, z.B. einer MRT-Untersuchung mit Kontrastmittel weiter abgeklärt werden sollte.
  • Kategorie III: Auffälligkeiten, die keine weiteren Untersuchungen oder eine Verlaufskontrolle erforderlich machen. Ein Beispiel wären hier Normvarianten, d.h. z.B. ein atypisch verlaufendes Gefäß, welches jedoch keinen Krankheitswert hat.

Befunde, die der Kategorie III entsprechen sind also harmloser als Befunde der Kategorie I.

Ergebnisse des Ganzkörper Checkups mit MRT

In den meisten Einrichtungen erhalten Sie nach Abschluss der Untersuchungen und i.d.R. einer kurzen Aufenthaltszeit im Anschluss (in der die Untersuchungen ausgewertet werden) einen ausführlichen Ergebnisbericht. Hier bekommen Sie von Ihrem Arzt die Ergebnisse mitgeteilt und erhalten ggf. Empfehlungen für die Zukunft. Anschließend bekommen Sie die Befunde und Untersuchungen in einer Mappe sowie auf einer CD zur Verfügung gestellt. Diese können Sie dann auch für spätere Aufenthalte in Krankenhäusern benutzen. (Beispielsweise können die erstellten MRT-Bilder dann zum Vergleich dienen).

Wo kann man einen Ganzkörper Checkup mit Ganzkörper Untersuchung durchführen lassen?

Wir werden auf unserer Internetseite Radiologie-Verzeichnis.de bald diejenigen Einrichtungen in Deutschland einrichten, bei denen man ein Ganzkörper-Checkup inklusive Ganzkörper MRT durchführen lassen kann.

Wird ein Ganzkörper MRT-Checkup von den Krankenkassen bezahlt?

Zum jetzigen Zeitpunkt muss man die Kosten für einen Ganzkörper Checkup selber zahlen. Man sollte jedoch vorher Kontakt mit seiner Versicherung aufnehmen, ob einzelne Leistungen vollständig oder zumindest Teilweise übernommen werden können.

Was kostet ein Ganzkörper MRT im Rahmen eines Ganzkörper Checkups?

Also, wieviel kostet ein Ganzkörper MRT zur Vorsorge? Je nachdem, mit wievielen Untersuchungen man das Ganzkörper MRT kombiniert, kommen Kosten zwischen 1300 € und 2000 € auf einen zu.

Wie lange dauert ein Ganzkörper MRT?

Ein Ganzkörper-MRT dauert in der Regel ca. 60 Minuten. Je mehr Untersuchungen im Rahmen des Ganzkörper Checkups kombiniert werden, desto länger dauert der Aufenthalt. Wird ein vollständiges Ganzkörper-MRT und die oben genannten internistischen Untersuchungen durchgeführt, so kann man mit Besprechung der Befunde mit einem Aufenhtalt von ca. 7 h rechnen.

Brauche ich eine Überweisung für einen Ganzkörper MRT Checkup?

Nein, eine Überweisung ist nicht erfoderlich, da die Krankenkasse nicht für die Kosten des Ganzkörper Checkups aufkommen muss. Es ist jedoch sinnvoll, vorher einmal mit der eigenen Krankenkasse Kontakt aufzunehmen, um eine teilweise Kostenübernahme anzufragen.

Muss ich mit langen Wartezeiten rechnen?

Da die Vorsorgeuntersuchungen meistens getrennt von dem normalen Praxisbetrieb ablaufen, sind in der Regel keine Wartezeiten zu erwarten.

Eine Momentaufnahme

Ein Ganzkörpercheckup ist immer nur eine Momentaufnahme und spiegelt den Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der durchgeführten Untersuchungen wider. Die allerwenigsten Untersuchungen in der Medizin sind geeignet, zukünftige Erkrankungen auszuschließen.